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Wie Nouki entstand ::: Auf der Suche nach dem heiligen Gr… ähh… Australian Shepherd
::: Nouki zieht ein
Wie Nouki entstand
Es war einmal ein Bienchen, das flog zu einem Blümchen… Ach halt,
das war was anderes. Also, es war einmal ein Bienchen, das wünschte sich
schon seit eh und je einen Hund. Doch der böse Vater vom Bienchen wollte
keinen Hund, denn er hatte Angst vor ihnen und mochte sie nicht. Bienchen bettelte
und bettelte, doch es war nichts zu machen. Also fing das Bienchen an zu reiten,
dann bekam es Mäuse, Meerschweinchen, Hasen, Fische, einen Kater (ja, den
mit Fell), Hamster, noch mal zwei Kater, aber immer noch war es nicht das Richtige.
Der sehnliche Wunsch von einem Hund blieb.
Nun war das Bienchen schon 20 Jahre alt und wagte einen neuen Versuch. Eines
Tages war ein Hund zu Besuch und das Bienchen witterte ihre Chance. Beim Anblick
dieses süßen Tierchens konnte der böse Vater doch nicht weiterhin
nein sagen, dazu kamen noch die großen, voll Hoffnung flehenden Augen
des Bienchens. Tage später wurde darüber geredet, warum es denn nun
auch noch ein Hund sein muss. Doch als die Hoffnung schon fast erloschen schien,
gab es plötzlich ein genervtes „von mir aus“ vom nicht mehr
ganz so bösen Vater. Das Bienchen freute sich und hüpfte und strahlte.
Nun musste man nur noch ein kleines Fellbündel finden, das den Vorstellungen
vom Bienchen und natürlich denen der restlichen Familie entsprach. Und
das war gar nicht so einfach…
Auf der Suche nach dem heiligen Gr… ähh… Australian Shepherd
Wo findet man heutzutage schneller geeignete Züchter als im Internet?!
Natürlich habe ich gleich angefangen, da zu suchen. Wie immer kam ich von
einer Seite zur Anderen, von der Hundertsten zur Tausendsten und habe sehr viele
Züchterseiten gefunden. In Frage kamen allerdings nur wenige, denn der
Abgabetermin der Welpen sollte ja nicht irgendwann sein. Außerdem soll
es ja ein bestimmter sein, nämlich der Beste, den es gibt. Ist ja klar!
Ich habe dann verschiedene Züchter angeschrieben und auch von fast allen
eine Antwort bekommen. Einen Termin habe ich auch gleich ausgemacht, allerdings
am Telefon, wo mir die Frau schon sehr komisch vorkam. Ich dachte, hinfahren
kann nicht schaden, schauen wir einfach mal. Doch meine Menschenkenntnis ist
wohl doch gar nicht so schlecht, einen Tag vor dem Termin sagte mir die Besagte
dann per SMS ab, der Welpe wäre schon vergeben. Nicht gerade nett, aber
so was dachte ich mir schon. Nun gut, die Suche geht weiter. Gleich das nächste
Telefonat war mit einer Züchterin aus der Soester Börde (bei Dortmund).
Ich habe sie auf dem Parkplatz vor meiner Firma angerufen, weil ich so neugierig
war und die Bilder der Babys auf ihrer Homepage traumhaft fand. Gut, ich habe
dann eine ganze Weile mit ihr telefoniert und fand sie auch gleich richtig nett
und sympathisch. Außerdem bekam ich schon viele Infos über Barfen
und die Kleinen, was mir sehr gut gefallen hat. Alles in allem hatte ich ein
sehr gutes Gefühl und fuhr mit zwei Freunden am gleichen Wochenende noch
hin. Somit bin ich bei den Sweet Diamonds gelandet…
Ich war natürlich total aufgeregt und freute mich, viele kleine Babyaussies
zu sehen und war mächtig gespannt. Vor allem, ob die nette Frau vom Telefon
nach unserem Besuch auch noch Welpen haben wird ;))) Es war also Sonntag früh,
richtig früh - ich glaube um 8, als wir losfuhren. Knapp vier Stunden später
haben wir auch endlich das kleine Örtchen gefunden, klingelten und mussten
erstmal warten. Wieder klingeln. Warten. Klingeln. Nochmal klingeln… Keiner
machte auf, nichts tat sich, außer fünf Hunde, die vor der Tür
saßen und bellten. Okay, das war auch schon eine Überraschung. Eine
viertel Stunde später kam ein Auto, allerdings mit zwei weiteren Besuchern
der Hundebabys. Die wussten auch nichts von der Abwesenheit der Hausherren.
Doch plötzlich, man sollte es nicht glauben, ging Licht im Haus an. Es
war doch jemand da. Wieder klingeln. Irgendwann ging dann auch die Tür
einen Spalt auf, und heraus schaute ein Paar Menschenaugen und mindestens zwei
Paar neugierige Hundeaugen. Mehr passte nicht durch den Spalt. Die Türöffnerin
erklärte uns dann die Situation und versuchte, die Züchterin auf dem
Handy zu erreichen. Na ein Glück, wir dachten schon, wir wären 4 Stunden
umsonst gefahren.
Wenig später, nachdem wir uns was zu essen geholt haben
und wieder vorbei schauten, war tatsächlich die „vermisste“
Person da: Claudia Große. Ohne große Umschweife ging sie mit uns
zu den Babys und schon wars mit uns vorbei. Wer kann so einem Anblick schon
widerstehen und man muss es einfach einmal gesehen haben. Es ist wirklich mehr
als herzzerreißend süß, wie neun kleine Fellbündelchen
herumtapsen, übereinander und vor allem über ihre eigenen Füße
fallen. Wir wollten (natürlich!!!) alle sofort mitnehmen. Na gut, die Kleinen
waren mit 5 Wochen dann doch noch zu jung zum Abreisen. Wir verbrachten einen
sehr schönen Nachmittag im Garten, umgeben von (meist schlafenden) zuckersüßen,
lustigen Welpen. Doch für einen entscheiden? Das fällt natürlich
mehr als schwer. Zum Glück waren schon einige fest vergeben und die Auswahl
somit kleiner. Ein Rüde lag dann längere Zeit zwischen meinen Füßen,
schlafend, bis ich ihn in meine Hand nahm (ja, da hat er noch locker in eine
Hand gepasst, kaum vorzustellen). Bis er wieder weiterhoppeln wollte, blieb
er bei mir und der sollte es dann auch sein. Robin. Robin? Wieso Robin? Da oben
steht doch Nanouk?! Jaaa. So hieß er aber vorher. Geburtsname sozusagen.
Gut, jedenfalls habe ich zu Claudia gesagt, ich melde mich noch mal, um fest
zuzusagen und wollte noch mal eine Nacht darüber schlafen. Oder sollte
vielmehr. Gegen halb 5 fuhren wir dann zurück. Die ganze Fahrt haben wir
natürlich nur von den vielen, ach so süßen Hundekindern geredet
und mir gings nicht aus dem Kopf. Auf einem Rasthof habe ich Claudia dann noch
mal angerufen, um gleich alles abzuschließen. Ich kann ja doch nicht anders
und darüber schlafen ändert nichts an der Tatsache, dass Ex-Robin
unbedingt zu mir nach Hause muss, kann, darf, möchte, soll und so weiter.
Sie hat nur gelacht und zugesagt. Also stand der nächste Besuchstermin
fest und zwei Wochen später gings wieder hin.
Ich war natürlich überglücklich
und konnte es nicht mehr abwarten. Rein gar nicht. Und natürlich, so ist
es immer, verging die Zeit so langsam wie noch nie. Es musste also ein Körbchen,
Spielzeug und was man sich alles denken kann, gekauft werden, das Aquarium wurde
geräumt, der Platz frei gemacht fürs neue Hundekörbchen. :) Mehr
Vorfreude hatte ich wohl noch nie. Beim zweiten Besuch waren dann wieder eine
Freundin und meine Mutter dabei, die beide (fast) ebenso begeistert waren wie
ich. Die Kleinen waren inzwischen schon größer und konnten schon
richtig laufen, auch das Schlafen hatte sich sehr reduziert. Ich konnte auch
endlich meine Anzahlung machen und war etwas beruhigter, dass nicht doch noch
etwas dazwischen kommt. Außerdem wurde der Name von Robin in Nanouk (was
übrigens ein Kampf war, diesen festzulegen) geändert. Dann hieß
es wieder warten, bis die Zeit endlich rum war und ich ihn abholen konnte. Wie
wahrscheinlich alle anderen, zukünftigen Welpenbesitzer schaute ich jeden
Tag auf Claudias Homepage, ob es schon neue Bilder gab. Man kann so ein Gefühl
gar nicht beschreiben, wenn man es nicht erlebt hat. Sich auf etwas so sehr
zu freuen, was man sich schon so lange gewünscht hat und es endlich, endlich
zu bekommen. Ich glaube, ich habe es wirklich erst verstanden, dass ich jetzt
einen Hund habe, meinen eigenen Hund, als ich ihn ein paar Tage hatte und er
vor allem am nächsten immer noch da war, als ich aufwachte.
Nouki zieht ein
Endlich ist der Tag gekommen, alles ist gekauft und organisiert, Nouki kann
kommen.
Die gleiche Herde wie beim ersten Besuch fuhr nun auch zum abholen. Mit einem
Kribbeln im Bauch und irrsinniger Freude saß ich im Auto und war froh,
nicht mehr warten zu müssen. Dort angekommen waren wir nicht lange die
ersten, lustigerweise kamen wieder die Beiden kurz nach uns, um ihre Hündin
abzuholen, die schon beim ersten Mal da waren und auch gewartet haben. Nouki
bekam nun also sein Geschirr an, rannte ein letztes Mal über die Wiese
und verabschiedete sich von seinen Geschwistern. Mehr oder weniger. Dann ging
es ins Ungewisse, mit fremden Menschen in ein fremdes Auto auf eine lange Reise,
länger als wir selber gedacht hätten. Wir haben unterwegs oft angehalten,
der Fahrer hat gewechselt, und irgendwann waren wir irgendwo, nur nicht in der
richtigen Richtung nach Hause. Okay, haben wir uns erstmal kräftig verfahren,
keiner hat aufgepasst und letztendlich war es ein Umweg von über zwei Stunden.
Hat schon gut angefangen. Aber Nouki war super lieb im Auto und hat weder geheult
noch hatte er Angst. Er hat sich auf den Rücksitz gelegt, teilweise sogar
mit dem Kopf auf meinem Bein und hat so gut es ging geschlafen. Gegen Abend
haben wirs aber doch geschafft und Nouki durfte sich sein neues Zuhause mal
gründlich anschauen. Wollte er aber gar nicht recht, er hat sich lieber
gleich in den Garten gelegt, nach dem ganzen Stress mal eine Runde schlafen.
Ich glaube, er wusste nicht richtig, was das bedeutet.
Ich habe ihn dann noch
durchs Haus laufen lassen, ihm sein Körbchen gezeigt und wollte dann auch
erschöpft ins Bett fallen. Wäre ja aber auch zu schön gewesen,
wenn man gleich selig in den Schlaf schlummern könnte. Da mein Bett in
einem höheren Zimmer (verbunden mit einer kleinen, engen Treppe) steht,
kam Nouki nicht zu mir hoch und war unten allein. So hat er sich wohl auch gefühlt,
allein gelassen und einsam, ohne seine vielen Geschwister… Und er tat
mir sooo leid! Ich bin bestimmt fünfzig Mal runter gegangen und hab ihn
beruhigt, aber das hat natürlich nichts gebracht, er stand immer wieder
an der Treppe und hat geheult und gejammert was das Zeug hielt und was die Stimme
hergab. Aber was sollte ich machen, mit hoch nehmen ging nicht. Also musste
die erste Nacht irgendwie überstanden werden. Und das hat auch nach ein
paar Stunden geklappt. Der Arme. Die ersten 2, 3 Tage war es also nicht so einfach.
Vor allem für ihn.
Sauber werden – oder:
Nouki und der Teppich
[folgt]